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Freizeittipps Wuppertal & Bergisches Land Wuppertaler Stadtbummel


Wuppertaler Stadtbummel

Einen ersten Überblick über die vielfältigen Freizeitangebote verschaffen wir uns mit dem Verkehrsmittel, für welches Wuppertal Weltruhm erlangt hat.
Auf unserer Tour begleiten uns dabei die drei Freunde "Patrick" - der Hund, "Schwebnick" - der kleine Schwebebahnwagon und "Tuffi" der Elefant, erschaffen von der russisch-stämmigen Künstlerin Tatiana Stroganova. Als Reiseführer konnten wir den Experten für Kultur und Sport in Wuppertal gewinnen - Harald Nowoczin.

 

Im westlichsten Stadtteil Vohwinkel startet unsere Tour mit der weltweit einzigartigen  Schwebebahn, die sich mehr als 13 km über das Tal der Wupper schlängelt.
Die ersten Kilometer schwebt sie mitten durch die Stadtteile Vohwinkel und Sonnborn, um dann ihre weitere Bahn bis zu ihrer Endstation über dem Fluss zu ziehen.

 

Einmal im Jahr - am letzten Sonntag im September - schweben die Passagiere über den, mit mehr als 300.000 Besuchern, laut Guinessbuch, größten eintägigen Flohmarkt Europas.
Für den Besucher empfiehlt sich links der Wupper ein Blick ins Schloss Lüntenbeck, heute ein modernes Designzentrum. Ebenfalls auf der linken Seite findet der Besucher den Zeittunnel Dornap mit einer spannenden Dokumentation zur erdgeschichtlichen Entwicklung. Auf der rechten Seite der Wupper lohnt der Besuch des Straßenbahnmuseums Kohlfurt, welches in den Sommermonaten auch Fahrten mit den historischen Bahnen anbietet.

 

Über das seinerzeit größte Autobahnverkehrskreuz Europas, das Sonnborner Kreuz, schwebt die Bahn weiter in Richtung Zoo & Stadion. Der Wuppertaler Zoo gilt durch seine topographische Anlage als einer der schönsten Landschaftszoos der Welt, und hat gerade auch in der letzten Zeit durch die Neuanlage eines einmaligen Großkatzengeheges und der Geburt von vier Elefantenbabys Schlagzeilen gemacht. Über dasTigergehege führt die “Sambatrasse“, eine ehemalige Bahnstrecke, die im weiteren Verlauf den Staatsforst Burgholz quert - heute für Passanten wie auch Radfahrer ein besonderer Leckerbissen, denn in diesem Arboretum entdeckt man neben den heimischen Gehölzen plötzlich Mammut und Riesenlebensbäume sowie zahlreiche andere Exoten. Die Trasse endet im Stadtteil Cronenberg, der seinen eigenständigen Charme und die typische Architektur einer bergischen Siedlung bis heute erhalten hat.

 

Der nächste interessante Punkt auf unserer Tour durch das Wuppertal ist die Station Varresbeckerstraße, hier befindet sich der Besucher am Stammhaus der weltbekannten Bayerwerke, wir empfehlen von hier aus einen Abstecher ins Zooviertel mit seinen prächtigen Villen.
In ca. 2 km Entfernung startet links der Wupper eine weitere hochinteressante ehemalige Bahntrasse - die Nordbahntrasse - die durch einen Kraftakt der Wuppertaler Bevölkerung in eine Rad- und Wanderstrecke umgewandelt werden soll.

 

Weiter geht unsere Fahrt zur Pestalozzistraße, hier lohnt der Gang über die Jakobstreppe - Deutschlands längste gerade Treppe - zum Nützenberg und weiter zur Kaiserhöhe mit dem Weyerbuschturm. Direkt nebenan befindet sich eine Hochseilkletteranlage, an der angehende Alpinisten erste Erfahrungen sammeln können. Nun machen wir einen Abstecher ins Briller Viertel. Mit seiner individuellen gründerzeitlichen Villenarchitektur hat hier jedes Haus seine eigene Geschichte und unerwartet steht der Besucher vor dem Wohnsitz bekannter Persönlichkeiten aus Forschung und Industrie.

 

Nächste Haltestelle auf unserer Tour ist der Robert-Daum-Platz. Wenige Schritte nur führen den kulturinteressierten Besucher zur Musikhochschule. Vom Robert-Daum-Platz aus ist es ebenfalls nicht weit zu Europas größtem zusammenhängenden Gründerzeitviertel, dem Ölberg. Den Namen erhielt dieses Viertel durch die damalige Straßenbeleuchtung, die auch noch nach Einführung des elektrischen Lichts hier lange mittels Öllaternen erfolgte. Man sollte genügend Zeit einplanen, um die wechselhafte und interessante Architektur in sich aufnehmen zu können. Ein gutes Beispiel für das seinerzeit schon karitativ tätige Großbürgertum bildet der Deweerthsche Garten, in dieser Anlage sollten damals die Fabrikarbeiter Entspannung und Erholung finden.

 

Nächster Stopp ist die Ohligsmühle, ein sich von der üblichen Haltestellenarchitektur abhebender Bahnhof, den der Volksmund auch “Aquarium“ nennt. Von hieraus können sie bequem die Altstadt, das so genannte Luisenviertel erreichen, eine faszinierende Mischung diverser Bars, Cafes und Gaststätten. Vor der das Bild des Luisenviertels prägenden größten Wuppertaler Hallenkirche, der Laurentiuskirche, nicht zu übersehen durch ihren bonbonfarbenen Außenanstrich, wird im Winter, bei entsprechenden Minusgraden, eine Kunsteisbahn aufgebaut, auf der der begeisterte Schlittschuhläufer seine Pirouetten drehen kann.

 

Unsere weitere Fahrt führt uns zur Haltestelle Döppersberg, hier befinden sie sich im Zentrum Elberfelds, dem größten Stadtteil Wuppertals. Von hier aus eröffnen sich dem Besucher eine Fülle von Möglichkeiten. Ein Muss ist der Besuch des Von-der-Heydt Museums, weiterhin empfiehlt sich die Besichtigung der, wegen ihrer Akustik zu den drei beliebtesten Konzerthäusern Europas zählenden Stadthalle. In unmittelbarer Nachbarschaft befindet sich die Schwimmoper, einer Schwimmsportstätte mit einmaliger Architektur und einem Fassungsvermögen von 4000 Plätzen in den Besucherrängen. Wenn noch etwas Zeit bleibt lohnt sicher der Besuch des Uhrenmuseums der Familie Abeler mitten in der Elberfelder City. Faszinierende Architekturbeispiele bilden der Sparkassentower, welcher in einer seinerzeit ungewöhnlichen Technik von oben nach unten gebaut wurde, wie auch die, aus der Gesamthochschule hervorgegangene Bergische Universität, von der aus der Blick weit übers Wuppertal schweift.

 

Ein Stopp an der Haltestelle Kluse sollte, wenn möglich, mit einem Besuch des Schauspielhauses verbunden sein, der Heimstadt des weltbekannten Pina Bausch Tanzensembles. Für Cineasten besteht alternativ die Möglichkeit das in direkter Nachbarschaft befindliche CinemaxX aufzusuchen.
Abendbesuchern der Stadt empfiehlt sich eine Beobachtung der Schwebebahn von Außen zwischen den Haltestellen Döppersberg und Kluse um den interessanten, technisch erzeugten Lichtschweif der Schwebebahn zu beobachten. Dezemberbesucher sollten es auch nicht versäumen den Weihnachtsmarkt von der Laurentiuskirche bis in die Elberfelder Innenstadt aufzusuchen.

 

Am Landgericht - die nächste Station unserer Reise - sollte man einen erholsamen Spaziergang über die Hardt einer innerstädtischen Parkanlage mit botanischem Garten und dem Elisenturm bis hin zum Bismarkturm einplanen, die die Städte Elberfeld mit Barmen verbindet.


An der Völklinger Straße steigt man aus um das Völkerkundemuseum zu besuchen, hier werden von Missionaren aus aller Welt zusammengetragene Kultur- und Kunstobjekte ausgestellt.
Ein bürgerinitiertes Event, welches sich über die Jahre erhalten hat, und ebenfalls ein besonderes verbindendes Element zwischen Elberfeld und Barmen darstellt ist die “Lange Tafel“, die sich über die gesamte Talebene erstreckt. Bürger stellen ihre Tische auf die Straße und feiern eine gigantische Party. Links der Wupper liegt der Stadtteil Üllendahl-Katernberg, rechts der Stadtteil Ronsdorf. Ronsdorf, welches ebenfalls seinen eigenständigen bergischen Charakter erhalten hat, ist bekannt geworden wegen seiner Bandwirkerfabrikanten aber auch durch die Vielzahl an Sekten und unabhängigen kirchlichen Gemeinschaften.


Prägendes Wuppertaler Bild ist auch die architektonische Vielfalt sakraler Bauwerke, steigt man an der Loher Brücke aus, kann man dies mit einem Besuch der Unterbarmer Hauptkirche und in entgegengesetzter Richtung, mit der Pauluskirche verbinden.
Ein weiterer kleiner Elefant hinterließ enorme - in diesem Fall – geschichtliche Spuren, in dem er während einer Werbefahrt in der Nähe der Adlerbrücke aus der fahrenden Schwebebahn in die Wupper sprang. In der über hundertjährigen Geschichte war dies einer von nur zwei Unfällen überhaupt mit diesem seinerzeit absolut revolutionären Beförderungsmittel, das damit immer noch zu den sichersten Verkehrsmitteln zählt, wobei das Elefantenbaby Tuffi von wenigen Schrammen abgesehen wohlbehalten wieder aus den Fluten auftauchte.


Steigt man an der Station Adlerbrücke aus und quert die Straße, so befindet man sich im historischen Zentrum. Es setzt sich zusammen aus dem Museum für Frühindustrialisierung, mit den für die Industrialisierung der Stadt typischen Fertigungsanlagen sowie, dem original restaurierten Engelshaus im Stil des bergischen Barock.
Etwa hundert Schritte vom historischen Zentrum entfernt befindet sich das Opernhaus, welches wegen grundlegender Renovierungsarbeiten zur Spielzeit 2009 wiedereröffnet wird.


Ausgehend von der Haltestelle Alter Markt begehen wir die Barmer Innenstadt, die sich als Fußgängerzone und Einkaufszentrum in gerader Linie, parallel zum Verlauf der Schwebebahn, erstreckt. Es lohnt der Blick auf das historische Rathaus, ein paar Schritte weiter trifft man auf das Haus der Jugend, ein imposanter neoklassizistischer Bau, gebaut als Ruhmeshalle für drei Kaiser, danach folgte die Verwendung als Kunsthalle der Stadt Barmen. Heute ist dieses Haus eine Kombination aus Kultur und Jugendstätte, vor dem der alte Bismarck vom hohen Sockel aus Wache hält.
Bei Regen, der wie inzwischen amtlich bestätigt, auch in Wuppertal fällt, findet man im Barmer Brauhaus ein trockenes Plätzchen in netter Gesellschaft und ein, in der umgebauten Badeanstalt, selbst gebrautes Bier.


Am Ende der Fußgängerzone befindet sich die Haltestelle Wertherbrücke, eine Station ganz im Jugendstil gebaut. Von hier aus kann man einen erholsamen Besuch im Nordpark anschließen.


Unsere vorletzte Haltestelle ist die Station Wupperfeld. Kulturinteressierte können Konzerte und Veranstaltungen in der zum Eventhaus umgewidmeten Imanuelskirche genießen. Naturliebhaber sollten es nicht versäumen rechts unseres Weges die Barmer Anlagen aufzusuchen. Hier befand sich seinerzeit das größte Planetarium sowie eine durch die Parkanlage verlaufende Zahnradbahn, die die höheren Stadtteile mit dem Tal verband. Leider existieren hier nur noch Hinweise.


Ein absolutes Highlight stellt die hier vorgestellte Strecke im originalerhaltenem Kaiserwagen dar, welcher zu unterschiedlichen Anlässen, wie Hochzeiten oder Betriebsausflügen angemietet werden kann. Auch mit diesem erreichen wir die letzte Station unserer Tour, den Bahnhof Oberbarmen, an dem die Schwebebahn wendet, um die gleiche Strecke zurückzufahren.
Vom Oberbarmer Bahnhof aus erreicht man die Stadtbezirke Heckinghausen mit seinem einmal im Jahr stattfindenden und überregional bekannten Bleicherfest, sowie Langerfeld und Beyenburg.