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Flug

 Fallschirme falten:
   
 
     
   
       
   
       
   
       
       
       
       

Startvorbereitung

Falten sie die Kreuzfallschirme entsprechend der Abbildungen. Überprüfen sie, dass die Fallschirme durch die Auswurfgummis vollständig aus der Auswurfkammer katapultiert werden. Der Fallschirm muss locker in der Kammer liegen, er darf in keiner Richtung klemmen. Sobald der Fallschirm eingerollt in der Kammer liegt, wird diese zunächst geschlossen, indem das am Sicherungsgummi befestigte Band einfach um die Timeraufzugsachse gelegt wird. Die Klappe muss dabei durch das diagonal darüber laufende Sicherungsgummi, dicht am Raketenkörper anliegen.
Die Rakete wird nun mit Wasser gefüllt. Für eigene Raketenformen kann die optimale Füllmenge online unter: http://polyplex.org/cjh/rockets/simulation/  berechnet werden. Für die nach dieser Beschreibung erstellte Rakete liegt die Füllmenge bei 1250 ml. Allgemein ist 1/3 des Druckkörpervolumens ein recht guter Daumenwert. Befüllen sie bei geschlossenem Regulierungsventil auch die Gardenakupplung.
Nun schrauben sie die Düse auf die Rakete, verschließen die Düsenöffnung mit einem Finger und setzen die Rakete in die Kupplung ein.

Vergessen sie nicht, dass mitten auf der Wiese selten ein Wasserhahn vorhanden ist, es ist also sinnvoll eine genügende Menge “Treibstoff“ (H2O) in einem Kanister mitzuführen!
Der Timer wird scharf gestellt, indem das bisher um die Achse liegende Band nun auf ein Ende des Metallstifts am Aufzugsrad aufgehängt wird.

   
 
   


In der abgelaufenen Stellung des Timers muss das Band leicht von dem Metallstift gleiten.

     
   
     

Nun wird einer der Trägheitsauslöser mit dem Schlitz im Kohlefaserstab auf das Aufzugsrad aufgesteckt. Mit dem Trägheitsauslöser wird der Timer mit 1 ½ Umdrehungen aufgezogen und damit das Band aufgewickelt. Der Trägheitsauslöser wird nun im Ankerpunkt eingerastet, so dass sich der Timer nicht selbstständig zurückdrehen kann.

   
 
   



Überprüfen sie, dass der Kohlefaserstab, sobald die Rakete beschleunigt, leicht vom Aufzugsrad gleiten kann und den Timer frei gibt. Das gleiche Procedere wird nun mit dem zweiten Timer durchgeführt. 1 ½ Umdrehungen des Timers entsprechen 5 bis 6 Sekunden, dies liegt noch vor dem Zeitpunkt an dem die Rakete ihre Gipfelhöhe erreicht, jedoch muss sich der Fallschirm auch zunächst abwickeln, bevor er den Fall der Rakete abbremsen kann.
Bevor sie nun mit den Startvorbereitungen fortfahren müssen sie absichern, dass sich keine Personen im Sicherheitsbereich befinden oder diesen in Kürze erreichen, die nicht in die Sicherheitsregeln eingewiesen wurden. Nachdem eine Gefährdung von Personen ausgeschlossen werden kann, sollten sie ihre Schutzbrille aufsetzen und können das Regulierungsventil öffnen.
Nun dürfen sie pumpen!
Bei Erreichen des Startdruckes sollte ein lauter Countdown gezählt werden, der ihnen die Aufmerksamkeit aller Anwesenden garantiert. …und dann – feste ziehen!
Sollte dies ihr erster Modellraketenstart sein, so werden sie erstaunt sein, wie unglaublich schnell die Rakete abhebt.

     
   
     



Experimente

Nachdem unsere Rakete zuverlässig startet und sicher wieder den Boden erreicht wollen wir hier Anregungen für weitere Experimente geben.

Höhenmessung

Diese funktioniert einfach über Triangulation. Dazu basteln wir uns eine kleine Vorrichtung, die aus einem Stab zum Anpeilen der Rakete, einem Geodreieck und einem fixierbarem Lot besteht.

   
 
   



Darüber hinaus benötigen wir ein Maßband, mit dessen Hilfe wir einen Abstand von 100 Meter vom Startplatz ausmessen. Hier stellt sich ein Beobachter mit der Messvorrichtung auf. Während des Fluges der Rakete peilt er diese mit gelöster Fixierung über den Peilstab an. Im Gipfelpunkt fixiert er die Winkelmessung und kann anschließend den Winkel zwischen Startrampe und Gipfelpunkt direkt ablesen.
Die Gipfelhöhe berechnet sich aus der Distanz zur Startrampe (100 Meter) multipliziert mit dem Tangens des gemessenen Winkels.

Höhenmessung von zwei Stationen

Die Rakete fliegt nicht immer exakt senkrecht nach oben. Wir können jedoch den daraus resultierende Winkelfehler durch die Messung von einer zweiten Beobachterstation minimieren. Die Beobachter stellen sich dazu an gegenüberliegenden Seiten der Startrampe auf.

     
   
     



Ausgehend von den beiden Winkelmessungen: α und β ergibt eine kurze Rechnung:


das Ergebnis:



Fotografieren des Raketenstarts

…klingt einfach, ist aber erstaunlich anspruchsvoll. Das Problem ist die Geschwindigkeit mit der, der Start erfolgt. Löst man erst mit der visuellen Wahrnehmung aus, so ist auf den Bildern bestenfalls noch eine Wassersäule zu sehen.

   
 
   



Um ein Gefühl für den Startaugenblick zu bekommen – einen guten Startoperator vorausgesetzt – empfehlen wir die ersten Bilder mit genügend Abstand und einer digitalen Spiegelreflexkamera aufzunehmen. Diese besitzt, bei manueller Fokussierung, eine minimale Auslöseverzögerung und die Ergebnisse können unmittelbar begutachtet werden.

Luftaufnahmen

Für wenig Geld bekommt man inzwischen winzige Kameras, die die Aufnahmen auf einem Chip speichern. Wir können die Rakete mit einem weiteren Segment, für Batterie, Elektronik, Speichermedium und einer Ausbuchtung für die Kamera ausrüsten.

     
   
     



Mehrstufige Rakete

Auch Wasserraketen können zweistufig (mehrstufig) ausgelegt werden.

     
   
     



Das Ablösen der ersten Stufe erfolgt durch die Druckdifferenz zwischen erster und zweiter Stufe, nach Brennschluss der Ersten. Die praktische Umsetzung ist jedoch sehr anspruchsvoll!

Ferngelenkter Raketengleiter

Alternativ zur konventionellen Bergung besteht natürlich auch die Möglichkeit die Rakete als ferngelenkten Raketengleiter umzusetzen. Hierbei muss beachtet werden, dass die Tragflächenkonstruktion an die hohen Geschwindigkeiten angepasst ist.






 
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