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Spielmaterial & Spielgelände

Kugeln:
Grundsätzlich sollte die Kugel durch die Hände ausgewählt werden. Liegt Sie gut in der Hand? Ist der Griff angenehm? Habe ich sicheren Halt auf bzw. an der Kugel? 
Bevor Sie sich für ein Modell entscheiden, sollten Sie viele verschiedene Kugeln einmal in der Hand gehabt und vielleicht auch geworfen haben. Fragen Sie alle Boulespieler, die Sie treffen, ob Sie mal „probieren“ dürfen.   
Ein Satz besteht aus 3 gleichen Kugeln, die jede mit Hersteller/Typenlogo und Gewicht gekennzeichnet sein müssen. Üblicherweise tragen die Kugeln (um Verwechslungen vorzubeugen) zusätzlich eine Satzkennzeichnung  (z.B. X76 , P04, 567 etc.).
Die Kugeln müssen aus Metall und vom internationalen Verband (F.I.P.J.P) zugelassen sein. (Dies bestätigt der Hersteller normalerweise auf der Verpackung bzw. in seinen Garantieunterlagen.)
Verschiedene Materialien (z.B. Carbonstahl, rostfreier Stahl, Speziallegierungen), Fertigungsverfahren und Oberflächenveredelungen (gebürstet, satiniert) kommen zum Einsatz.
Hieraus ergibt sich zum einen die Härte der Kugel (von sehr weich (ca.110kg/mm²) bis hart  (ca.140-150kg/mm²), zum anderen die gesamte Charakteristik der Kugel bezüglich Rollverhalten, Griff, Reboundeffekt, Neigung zu Flugrost und Verschleiß im Gebrauch.
Als Muster/Riffelung der Oberfläche wird von völlig glatt bis stark zerklüftet fast alles angeboten.
Der Durchmesser liegt zwischen 70,5 (minimum) und 80 mm (maximal). 
Das Gewicht der einzelnen Kugel liegt zwischen 650g und 800g .
 Der Durchmesser richtet sich vor allem nach der Handgröße/Fingerlänge, das Gewicht nach der persönlichen Kraft und dem Zweck (Legen oder Schießen).
Kugelsätze sind ab ca. 55.- Euro im Fachhandel erhältlich.
Von den ganz billigen 6er Sets in Tasche oder Holzkasten, die in Baumärkten oder von Kaffeeröstern für 10.- Euro angeboten werden ist selbst Anfängern,- außer vielleicht für einen allerersten Versuch,- abzuraten. Meist ist das Behältnis mehr wert als die Kugeln. Diese Kugeln haben einen Standarddurchmesser der für die meisten Hände eben doch nicht passt.  Das Gewicht ist gar nicht angegeben und/oder variiert von Kugel zu Kugel sehr stark. Die Kugeln laufen üblicherweise nicht gerade. Sobald in einer Partie auch Spieler mit „Wettkampfkugeln“ mitspielen, werden diese Nachteile ganz offensichtlich und man verliert schnell den Spaß.

Weitere Ausrüstung:

Neben der Zielkugel (in natur oder farbig im Fachhandel erhältlich), sollten Sie einen kleinen Lappen zum Abwischen der Kugel vor dem Wurf und ein einfaches Bandmaß einstecken.

Gelände:

Zum Boulespiel eignet sich jeder nicht versiegelte Boden.
Fester Sand, Kies, Schotter, und verdichtete Erde sind hierbei besser als Wiese oder tiefer loser Sand. Spielen Sie auf verschiedenen Böden! Es darf ruhig einmal die rote Asche eines Sportplatzes sein,  oder der holperige Kirmesplatz mit einzelnen Asphaltflecken. Ein uneinheitlicher Boden mit  Grasbüschel, Wurzeln, Sandlöchern oder Steinen macht das Spiel besonders reizvoll, da diese Hindernisse ja in den Weg der Kugel einkalkuliert werden müssen. Eine besondere Herausforderung sind auch leicht abschüssige oder schräge Gelände! 
Falls nach örtlicher Gegebenheit nötig, sollten unzugängliche Bereiche des Geländes (eingezäunte Teile, Kaninchenbauten, Kanäle,dichtes Gebüsch) weiträumig umspielt werden oder bei Schüssen eine zweite Person zum Aufhalten der Kugel/Zielkugel abgestellt werden. Schon mancher Boulespieler kroch stundenlang durchs dichte Gebüsch und musste dann doch die Kugel als  verschollen abschreiben...

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