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Detektivarbeit

Hab’ ich! Hab’ ich! – Das reicht natürlich nicht aus. Kenn ich – ist da schon ein besseres Ziel. Die Dinge, die aufgetan worden sind, müssen auch insoweit entdeckt werden, daß man weiß, um was es sich da handelt, wofür man es nutzte, wie es benannt wurde, wo es verbreitet war und wo genau dieses Teil zum Einsatz kam usw. – Fragen über Fragen, zu denen man Antworten suchen muß. Wieder helfen Kompetenzen, Erfahrung, Wissen, Hilfen (Bücher, Gespräche, Filme, Bilder…)
Fast mit kriminalistischem Gespür versucht man jedem Gegenstand seine Geschichte zu entlocken. Manche Objekte sind leichter zum Reden zu bringen, andere sperren sich. Wie vor Gericht ist das Ziel, sie zu überführen und den Gegenstand für den Besucher später verständlich zu machen. Der Museumsdetektiv wird hier gleichzeitig aber auch zum Richter, der den Wert des Zeugen einordnen muß: Kann das Objekt dem Besucher wirklich davon berichten, wofür ich es vorgesehen habe? Oder hat es gar eine andere Geschichte drauf oder ist es nur eine Fassade, die reizvoll aussieht, aber nichts zu erzählen hat.
Nachforschungen und Entscheidungen – ein spannendes Entdeckungsfeld. Und manche Gegenstände müssen zuvor auch handwerklich genauestens untersucht werden: Fabriknummern müssen freigelegt werden, Jahrzehnte der Vergessenheit müssen entrostet werden, unbedachte gutgemeinte Pflegearbeiten müssen in Lackschichten abgetragen werden, um zum Kern vorzudringen. Feinarbeit und Laborgeschick sind gefragt. Man wird schnell zum Mitarbeiter der Spurensicherung. Fangen Sie Feuer – im guten Sinn?


– Was habe ich denn da?



























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