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Herstellung

Wir werden uns darauf beschränken von einer einzigen Form eine große Stückzahl herzustellen - dass dies für die spielerischen Möglichkeiten gegenüber einer Anzahl verschiedener Formen keine Einschränkung darstellt, werden wir im nächsten Kapitel zeigen.
Geeignet sind Vollholz- oder Leimbretter aus einheimischen Harthölzern (wie Buche, Esche oder auch Eiche). Ungeeignet sind Span- oder Sperrholzplatten sowie stark harzende Hölzer (wie die Fichte oder Kiefer).
Die erforderlichen Werkzeuge sind Tischkreissäge mit stabilem Anschlag und senkrechter Führung, eine Schieblehre und Schmirgelpapier (P80 oder P120 Körnung).
Um als Spielstein optimal geeignet zu sein sollten die Seitenverhältnisse exakt eingehalten werden. Unser Baustein ist doppelt so lang wie breit und doppelt so breit wie dick. Die Plattendicke kann zwischen 18 mm und 26 mm liegen, entsprechend ergeben sich Breite und Länge unseres Bauklotzes.
Der Materialbedarf für 500 Bausteine ergibt sich beispielsweise für eine Plattenstärke von 22 mm zu: 500 x 44 mm x 88 mm = 1,936 m² plus Verschnitt. Verschnitt hat in diesem Falle nichts mit schief Sägen zu tun, bei einem dünnen Sägeblatt mit einer Schnittbreite von nur 2,5 mm liegt der zusätzliche Materialbedarf bei etwa 17 dm². Ebenfalls Verschnitt sind die Endstücke, die nicht mehr für die nächste Klotzreihe ausreichen. Werden aufgrund der im Handel erhältlichen Maße mehrere Platten benötigt, so kann diese Verschnittzugabe gleich mehrfach anfallen.
Auf dem Weg in den Holzfachhandel kann es also nicht schaden einen Taschenrechner, Zettel und spitzen Bleistift einzupacken. Bei der Berechnung sollte man darauf achten, dass die längste Seite der Klötze mit der Faserrichtung des Holzes übereinstimmt.
Wenn die Platten da sind, kann die Arbeit beginnen. Die Sicherheitshinweise der Kreissäge müssen dabei unbedingt befolgt werden! Wir justieren den Anschlag so, dass zwischen dem Sägeblatt (Sägeblattzähnen) und dem Anschlag eine lichte Weite von exakt der 2-fachen Plattenstärke liegt. Wir schneiden nun die Platte längs der Faserrichtung in mehrere Latten.
(Schon nach der ersten Latte sollte mit Hilfe der Schieblehre überprüft werden, dass die Maße tatsächlich exakt eingehalten sind.) Nachdem die Platte komplett in Latten zerlegt wurde, kann der Anschlag auf die 4-fache Plattendicke eingestellt werden und aus unseren Latten werden Klötze. (Auch hier sollte man sich nach dem ersten Klotz versichern, dass die Maße exakt eingehalten werden.)
Nachdem wir nun unseren Klotz Rohling erhalten haben werden nur noch die Kanten entschärft (nicht rund geschliffen!). Hierzu wird ein Bogen Schmirgelpapier auf eine harte, ebene Unterlage gelegt. Nun wird der Klotz einmal mit jeder Kante mit mäßigem Druck über den Bogen gezogen. Bei 500 Bauklötzen benötigt man etwa 3 Stunden für diese Arbeit ;-)

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